Fast jeder, der auch nur im Entferntesten mit Domains zu tun hatte, kennt sie: Die kostenlosen Domainbewerter. Zunächst gab es die kostenlose Online-Bewertung. Später kamen mehr und mehr Domainbewertungen mit Ergebnissübermittlung per E-Mail dazu. Lassen wir letztere E-Mail-Sammler beiseite – erst neulich wurde ein solcher zu einem lächerlichen Preis verkauft – und testen die kostenlose Online-Bewertung ganz einfach und kurz einmal an einem Beispiel aus der erlebten Praxis. Dazu nehme ich eine Domain, an deren An- und Verkauf ich in den letzten Monaten – zumindest indirekt – beteiligt war.
Die Domain “flüsse.net” wurde im März 2009 für 24 € über E*bay erworben. Dumm, dass der Verkäufer damals für die Domain nicht die “intelligente Domainbewertung” von A. zu Rate gezogen hat. Dort hätte er kostenlos einen Domainwert zwischen 7.989 (Stand 14.5.2008) und 5.995 € (Stand 7.7.2009) erhalten können. Nebenbei hätte er noch erfahren, dass der Umlaut im Domainnamen und die Tatsache, dass derselbe Anbieter früher schon einen höheren Wert ermittelt hatte, negativ zu bewerten seien, während die Tatsache, dass derselbe Anbieter früher schon zwei Bewertungsanfragen zu der Domain beantwortet hatte, ein Pluspunkt sei.
Aber sei’s drum! Der Käufer veräußerte die Domain schon drei Monate später – trotz fallendem Trend bei A. – für 200 € (Wertanstieg gute 700 %) weiter.
Fazit: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und eine Online-Bewertung noch keinen repräsentativen Test. Leider haben Dutzende andere Tests aber auch keine wesentlich besseren Resultate hervorgebracht, so dass meine Bewertung für Online-Domainbewertungen lautet: Kostenlos – und umsonst!