Tag Archiv für Länderdomains

Ist die Flaute auf dem Domainmarkt vorbei?

Wenn man sich die neue SEDO-Studie zum Domainmarkt im 1. Quartel 2010 ansieht, könnte man meinen, die Krise auf dem Domainmarkt ist nicht nur vorbei, sondern eine neuer Aufschwung hat bereits eingesetzt.

Auch wenn sich die Studie bekanntermaßen auf den Sekundärmarkt bezieht – die Direktverkäufe kommen naturgemäß nur selten an die Öffentlichkeit -, kann man davon ausgehen, dass sie die aktuelle Entwicklung recht gut wiedergibt. Die .com-Domains dominieren nach wie vor den Markt. Bei den Länderdomains überrascht der starke Anstieg der .eu-Transaktionen, wobei man aber bedenken sollte, dass dieser offensichtlich stark durch die IDN-Einführung im Dezember 2009 gefördert wurde. Dennoch mehren sich die Hinweise, dass die Länder-Endung .eu allmählich erwachsen wird und sich anschickt, eine führende Rolle bei den Länderdomains einzunehmen.

Bei den Domainverkäufen ist die Tendenz klar. Seite einem Jahr steigen sie kontinuierlich an und erreichen mit fast 12.000 im 1. Quartal 2010 ihren Höchststand. Dies ist kein Zufall oder statistischer Ausreisser mehr. Es geht deutlich aufwärts auf dem Domainmarkt. Auch wenn mein eigenes Domain-Portfolio nicht repräsentativ ist, entspricht die diese statistische Aufwärtsentwicklung auch meiner “gefühlten” Tendenz.

Noch ist kein Jubel angebracht, aber vorsichtiger Optimismus schon!

Wirkt sich die Finanzkrise auf die Domainpreise aus? (1)

Liest man die Veröffentlichungen des größten Domainvermittlers SEDO, könnte man meinen, außer einer kleinen Delle im 2. Habljahr 2008 es habe sich auf dem Domainmarkt nicht viel geändert.

Aus der Domainstudie zum 1. Quartal 2009 ergibt sich bereits wieder ein Anstieg der Verkäufe gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,5 %. Diese Zahlen spiegeln allerdinsg nur die Anzahl der Verkäufe wider, nicht das Preisniveau

Bei den erzielten Durchschnittspreisen ist der Trend dagegen recht eindeutig: Mit Ausnahme der Domainverkäufe der gTLD .com, verzeichnen die anderen Domainendungen z.T. erhebliche Einbußen bei den Durchschnittspreisen. Insbesondere bei den Länderdomains sind die Preise für .co.uk um 50 % und .de um 23 % gegenüber dem Vorjahresquartal eingesackt. Bei den Medianwerten ergibt sich ein etwas geringerer Preisverfall.

Stellt man dieser Statistik die “gefühlten” Zahlen aus der persönlichen Erfahrung gegenüber, so ergibt sich m.E. noch ein stärkerer Fall der Domainpreise. In Domainerforen wird deutlich weniger verkauft;  allenthalben wird gejammert.

Doch hat jede Medaille ihre zwei Seiten. Die Zeit ist für Domainkäufe entsprechend günstiger geworden. So konnte ich in den letzten Wochen nicht umhin, bei einer SEDO-Auktion “zuzuschlagen”. Für eine dreistelligen €-Betrag wurde ich der neue Inhaber von “ausstellung.org”. Für ein Domain-Key mit monatlich (geschätzten) 8.100 Suchanfragen und 4.250.000 Treffern bei GOOGLE – jeweils exakt – nicht schlecht, denke ich. Und ein Domainalter von 10 Jahren ist auch nicht zu verachten. Da die Domain für gewerbliche (Messen) und künstlerische Ausstellungen gleichermaßen geeignet ist, fehlt mir nur noch ein geeigneter Projektierer, der meine Ideen umsetzen möchte.

Oder sind solche im Moment allzu sehr gesucht, da jeder sein “Schnäppchen”, das er “dank” der Finanzkrise erwerben konnte, auch projektieren möchte!?

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