Tag Archiv für Wirtschaftsprüfer

Immaterielle Vermögensgegenstände im Fokus

Stellen Fragen zur Bewertung und Besteuerung von materiellen Vermögensgegenständen oft schon hohe Anforderung an die dafür zuständigen Experten, so gehören diese Fragen bei immateriellen Vermögensgegenständen in der Praxis meist zu den kompliziertesten Themen. Auch für professionelle Bewerter wie Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater u.ä. ergeben sich bei der Wertfindung – gerade bei der Domainbewertung – zahlreiche Fragen, die in Theorie und Praxis noch keine endgültigen Antworten gefunden haben. Oft bleibt – zumindest bei zivilrechtlichen Auseinandersetzungen – nur eine Wirtschaftsmediation durch entsprechende Fachleute zur Vermeidung langwieriger und kostspieliger Streitigkeiten, da die Wertvorstellungen gerade bei immateriellen Vermögensgegenständen naturgemäß weit auseinander liegen können.

Auch in steuerlichen Fragen gehören immaterielle Wirtschaftsgüter zum Schwierigsten, womit sich Fachleute wie z.B. Steuerberater beschäftigen müssen. In Zukunft werden vermehrt solche Fragen bei noch sehr “jungen” Wirtschaftsgütern – Domains gibt es z.B. erst seit rund 20 Jahren – bei der Besteuerung – insbesondere bei der Erbschaftsteuer – auftreten. Dazu wird es erforderlich sein, dass auch die damit beschäftigten freien Berufe weiter spezialisieren.

Jetzt auch in Berlin: Workshop “Bloggen für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer”

Der bekannte Workshop “Bloggen für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer” unter der Regie von Dipl.-Math. Karl-Heinz Wenzlaff und WP/StB Reinhold Kuffer findet nun auch in Berlin statt. Vorgesehen sind zwei Termine, und zwar am 19. März und am 9. April 2010 in Berlin-Mitte.

Seminartermin:
Berlin, 19. März und 9. April 2010

(Anmeldeschluss: 10. bzw. 31. März 2010)

Rahmendaten:
Öffentliches Seminar, 4 bis 8 Teilnehmer
Ort: Berlin-Mitte
Dauer: 1 Tag, 9:30 bis 16:45 Uhr
Dozenten: Karl-Heinz Wenzlaff (Blog-Coach, Berlin) und Reinhold Kuffer (Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, München)
Methodik: Trainer-Input, viele Online-Übungen, Erfahrungsaustausch

Ihr Vorteil
Als bloggender Steuerberater, Rechtsanwalt oder Wirtschaftsprüfer unterscheiden Sie sich in den Augen Ihrer Mandanten und Klienten positiv von Ihren Kollegen. Sie sparen Kosten für Onlinemarketing, weil Sie auch ohne Suchmaschinenmarketing (Adwords) gute Suchmaschinenpositionen erreichen.

Einzelheiten zum Workshop und zur Anmeldung finden Sie beim Blogtrainer.

Workshop “Bloggen für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer” (3)

LETZER AUFRUF  (nur noch wenige Plätze frei)

Seminartermin
München, 15. Januar 2010

(Anmeldeschluss: 8. Januar 2010)

Rahmendaten
Öffentliches Seminar, 4 bis 8 Teilnehmer
Ort: München
Dauer: 1 Tag, 9:30 bis 16:45 Uhr
Dozenten: Karl-Heinz Wenzlaff (Blog-Coach, Berlin) und Reinhold Kuffer (Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, München)
Methodik: Trainer-Input, viele Online-Übungen, Erfahrungsaustausch

Einzelheiten zum Workshop und zur Anmeldung finden Sie beim Blogtrainer.

Workshop “Bloggen für Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer” (2)

LETZER AUFRUF  (es sind noch einige Plätze frei)

Seminartermine
München, 9. Oktober 2009

(Anmeldeschluss: 2. Oktober 2009)
München, 15. Januar 2010
(Anmeldeschluss: 8. Januar 2010)

Rahmendaten
Öffentliches Seminar, 4 bis 8 Teilnehmer
Ort: München
Dauer: 1 Tag, 9:30 bis 16:45 Uhr
Dozenten: Karl-Heinz Wenzlaff (Blog-Coach, Berlin) und Reinhold Kuffer (Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, München)
Methodik: Trainer-Input, viele Online-Übungen, Erfahrungsaustausch

Einzelheiten zum Workshop und zur Anmeldung finden Sie beim Blogtrainer.

Grundlagen der Domainbewertung

Die Domainbewertung kann ähnlich wie die Immobilienbewertung als Unterfall der Unternehmensbewertung angesehen werden. Danach ergibt sich der Wert einer Domain aus dem Barwert seiner zukünftiger Erträge. Geht man vom Ziel des Domaininhabers aus, finanzielle Überschüsse zu erzielen, lässt sich der Domainwert noch verfeinern, indem man anstelle der prognostizierten Erträge den abgezinsten Cash-Flow zugrunde legt (DCF-Methode). Der für Unternehmensbewertungen in der Praxis maßgebende Standard IDW S1, der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) herausgegeben wird, kann in analoger Weise auch für Domainbewertungen herangezogen werden.

Dieser theoretisch exakten Definition stehen allerdings in der Praxis erhebliche Probleme bei der Beschaffung der zugrunde liegenden Daten entgegen. Nicht nur der auch in der Unternehmenbewertung schwer zu bestimmende Kapitalisierungs- und Diskontierungszinssatz, sondern auch die Prognose der Cash-Flows ist für eine Domain in der Praxis schwieriger als für ein ganzes Unternehmen. Durch das Domainparking, das Verpachten von Domains und den verschiedenen (Marketing-) Partnerprogrammen können zumindest Anhaltspunkte dafür gewonnen werden. Oft sind aber zukünftige Kapitalzuflüsse nicht einseitig der Domain, sondern auch der zugehörigen Webseite bzw. dem Projekt zuzuordnen. Der Pagerank einer Domain kann zwar kurzfristig mitübertragen bzw. veräußert werden, doch schwindet dieser wieder im Zeitablauf, wenn keine Webseite mit Content damit verbunden ist. Dieses schwierige Auseinanderdividieren der Kapitalflusströme wird in der Parxis aber oft dadurch umschifftt, dass die Domain einschließlich Webseite veräußert wird.

Bei allen oben beschriebenen praktischen Problemen wird aber eines deutlich, dass eine formelhafte Bewertung von Domains, sei es nun durch eine RICK-oder sonstige Formel oder durch eine Online-Domainbewertung mit einem nicht offen gelegten Algorithmus, nicht nur theoretisch falsch ist, sondern in den meisten Fällen auch nicht näherungsweise zum Ziel führen kann.

Anlässe für eine Domainbewertung

Die Bewertung einer Domain kann aus gänzlich verschiedenen Anlässen erfolgen. Zunächst drängt sich die Frage des Domainwerts naturgemäß bei An- und Verkäufen von Domains auf. 

Auch wenn der Domainhandel in den letzten Jahren stark zugenommen hat, kommt es immer noch relativ selten zu einer umfassenden Bewertung der Domain, da sich der Kaufpreis in einem Rahmen bewegt, der eine Domainbewertung aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht rechtfertigt.
(Um es an dieser Stelle gleich vorwegzunehmen: Die bekannten kostenlosen Online-Bewertungen haben nichts mit Domainbewertungen, sondern eher etwas mit Online-Glücksspielen zu tun.)

Bei Personengesellschaften, die einen wesentlichen Domainbestand haben – also insbesondere Domainhändler – dürfte bei Ausscheiden eines Gesellschaft eine Domainbewertung unvermeidbar sein. Können sich die Gesellschafter nicht über den Domainwert oder einen gemeinsamen Bewerter (Gutachter) einigen, wird im Zweifel das damit befasste Gericht einen Gutachter bestimmen. Dabei wird im Allgemeinen das Berufsbild des Wirtschaftsprüfers dieser Aufgabe am ehesten gerecht.

Auch bei einem Squeeze-Out oder gar einer Enteignung kann eine Bewertung des Domainbestands erforderlich werden, jedoch wird in diesen Fällen ohnehin eine Unternehmenbewertung durchzuführen sein, in deren Rahmen die Domains bzw. deren zukünftige Erträge ebenfalls zu beurteilen sind.

Daneben kommen Kreditwürdigkeitsprüfungen durch Banken, Bewertungen zur Höhe des Bilanzansatzes oder auch erb- und familienrechtliche Streitigkeiten als Anlässe für Domainbewertungen in Betracht. Schließlich spielen Bewertungsfragen auch im Bilanzsteuerrecht eine Rolle, häufig in Fällen der Einbringung von Domains aus dem Privatvermögen ins Betriebsvermögen.

 

 

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